RD a.D. Hugo Gebhard


Pappel-Windböe-Fall des OLG Koblenz,
Urteil vom 14. 02. 2001, Az. 1 U 1161/99
 
 
Veröffentlicht in Beck RS 2001 30161849
 
Sachverhalt: Aufgrund einer Windböe brach die Baumkrone einer an einem Staatswaldrand stehenden Pappel (Aspe) und stürzte auf einen geparkten Pkw. Die Pappel war gesund. Die letzte Baumkontrolle hatte 15 Monate vor dem Schadensereignis stattgefunden. Klageabweisung.
 
  1. Generelle Festlegungen hinsichtlich der erforderlichen Zeitabstände zwischen den Baumkontrollen seien nicht möglich.
  2. Vom Schadensumfang könne kein Rückschluss auf die Haftung gezogen werden. Deshalb hätte auch kein Schadensersatzanspruch bestanden, wenn nicht nur ein bloßer Sachschaden entstanden, sondern ein Mensch getötet worden wäre.
  3. Durch die Windböe habe sich ein allgemeines, nicht abwälzbares Eigenrisiko verwirklicht.