RD a.D. Hugo Gebhard


 

Holzsteg-Fall, Urteil des OLG Bamberg vom 17. 3. 2008,

Az. 4 U 179/07

     Veröffentlicht in MDR 2008, 1272

Sachverhalt: Ein Wanderer benutzte einen abseits des regulären Wanderwegs existierenden Holzsteg, der erkennbar alt, verwittert und zumindest an zwei Stellen lückenhaft war. Der Kläger verletzte sich bei der Benutzung des Holzstegs schwer. Klageabweisung.

Urteilsgründe:

Ø Der abseits des regulären Wanderwegs liegende Holzsteg habe nicht in einem verkehrssicheren Zustand gehalten werden müssen.

Ø Dritte seien nur vor solchen Gefahren zu schützen, die sie selbst bei Anwendung der erforderlichen Sorgfalt nicht erkennen könnten.

Ø Der Kläger habe bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt erkennen können, dass der normale Wanderweg nicht über den Holzsteg führe.

Ø Die Verwitterung und Schadhaftigkeit des Holzstegs sei erkennbar gewesen. Auch aufgrund dieses Zustandes habe sich der Kläger bewusst sein müssen, dass die Wartung eines Bachstegs mitten im Wald nicht üblich sei. Dass ein vom regulären Wanderweg zum Bachsteg führender Trampelpfad existiert habe, sei nicht relevant.